Nach einer Woche mit Artilleriebeschuss und anderen Kampfhandlungen haben sich die Beteiligten einmal wieder auf eine Waffenruhe geeinigt. Bei den Auseinandersetzungen starben mindestens 15 Soldaten auf beiden Seiten, mehrere Dutzend thailändische und kambodschanische Armeeangehörige wurden verletzt. Der Anlass der jüngsten Kampfhandlungen ist wieder einmal der Grenzverlauf, auf den man sich in der Gegend der Tempelanlagen von Ta Moan und Ta Krabey schon längere Zeit nicht einigen kann.
An der Grenze zwischen Thailand und Kambodscha kommt es schon seit einigen Jahren zu gewaltsamen Zwischenfällen, vor allem wegen der bekannten Tempelanlage Preah Vihear, ca 100 km östlich von den Schauplätzen der letzten Woche entfernt. Wer momentan eine Thailandreise plant oder angetreten hat, sollte einfach nur die Region, in der gekämpft wurde oder vielleicht wieder wird, meiden. Im Rest des Landes ist von den Grenzstreitigkeiten nichts zu bemerken.
Noch eine Empfehlung für Backpacker, die einen Abstecher nach Kambodscha geplant haben. Obwohl mit Eintreten des Waffenstillstands die Grenzkontrollstellen wieder geöffnet haben, sollte man die Übergänge im Kampfgebiet meiden und lieber auf den südlichen Checkpoint in Koh Kong ausweichen. Vereinbarte Waffenruhen wurden in der Vergangenheit schon öfter gebrochen. Insider bringen die Gefechte auch mit den demnächst anstehenden Wahlen in Thailand in Verbindung und eine Einigung in diesem Konflikt steht noch aus. Auch bei Rentnern ist Thailand sehr beleibt, diese ziehen es inzwischen sogar vor dort den Winter zu verbringen, um dem trüben Deutschlandwetter zu entkommen.














